Unsere Haltung

Gut zu wissen
Unsere Haltung

Unser Menschenbild
Ein gemeinsamer Weg in eine neue Haltung 

Das Herzstück unserer Schule ist unser Menschenbild, mit dem wir jeden Menschen in seiner Einzigartigkeit, Würde und dem Streben nach Selbstverwirklichung anerkennen. Dieses Fundament verändert grundlegend die Art und Weise, wie wir miteinander umgehen und verlangt von uns allen Mut, um traditionelle Strukturen aufzubrechen. Perfektion ist dabei nicht das Ziel, sondern der ehrliche und wertschätzende Umgang mit menschlichen Fehlern und Stolpersteinen. Alle Beteiligten unserer Schule erkennen unser Menschenbild als unseren Kompass für eine starke, lebendige Schulgemeinschaft an und uns verbindet das aufrichtige Bemühen gemeinsam in diese neue Haltung hineinzuwachsen.

Gelebte Werte
Vielfalt, Demokratie und Menschenwürde

An unserer Schule schaffen wir einen sicheren Raum, in dem Vielfalt als bereichernde Normalität verstanden und von allen Familien und Akteuren aktiv gelebt wird. Unabhängig von Herkunft, Religion, geschlechtlicher Identität, sexueller Orientierung oder sozialem Status sind alle bei uns von Herzen willkommen. Wir positionieren uns klar gegen jede Form von Diskriminierung oder Ausgrenzung und setzen ein starkes Zeichen für eine offene Gesellschaft. Wer Teil unserer Schulgemeinschaft wird, übernimmt die Mitverantwortung dafür, diese demokratischen Werte im täglichen Miteinander aktiv zu schützen.  

„Die Würde des Menschen zeigt sich darin, wie wir einander begegnen: Nicht als Objekte, die man formen will, sondern als lebendige Wesen voller einzigartiger Möglichkeiten.“
Hans-Peter Dürr

Der finanzielle Eigenleistungsanteil
gemeinsam für unsere Schule

Um allen Kindern und Jugendlichen den Zugang zu unserer Schule zu ermöglichen, verzichten wir bewusst auf feste Pflichtgebühren. Niemand wird aus finanziellen Gründen abgewiesen. Das Land NRW deckt 87 Prozent unserer grundlegenden Kosten, während wir die verbleibenden 13 Prozent als Solidargemeinschaft tragen. Das bedeutet, dass jeder das gibt, was er geben kann und geben will. Diese Vorgehensweise erfordert Vertrauen in die Gemeinschaft und ein hohes Maß an Ernsthaftigkeit. Denn nur, wenn wir diese Verantwortung als Solidargemeinschaft gemeinsam tragen, sichern wir verlässlich den laufenden Schulbetrieb und die Zukunft unserer Kinder. 

Elternmitarbeit als Herzstück der Gemeinschaft
Mitgestalten und Mitwachsen

Um als lebendige Schule langfristig zu bestehen, sind wir existenziell auf die Mitarbeit der Eltern angewiesen und setzen auch hier voll und ganz auf Solidarität und Eigenverantwortung. Jede Familie bringt sich, ganz im Sinne von Maria Montessori, mit dem ein, was sie am besten kann – organisiert in Arbeitsgemeinschaften und so, wie es im Rahmen der eigenen Lebensrealität möglich ist. Dieses gemeinsame Anpacken spart erhebliche Kosten und sichert die Ressourcen für den Lernort unserer Kinder. Aus diesem Engagement entsteht ganz nebenbei das Herzstück unserer Schule: eine echte, tragfähige Gemeinschaft, in der Eltern zu aktiven Gestaltern des Lernorts ihrer Kinder werden.

„Ein neues Bewusstsein der Solidarität ist notwendig. wir müssen begreifen, dass wir alle im selben Boot sitzen.“
Maria Montessori

Unsere Haltung zum Lernen
Zwischen Vertrauen und klarer Zielrichtung  

Wir richten das Lernen konsequent am einzelnen Menschen aus. Dabei braucht es die Balance aus zwei scheinbar gegensätzlichen, aber sich perfekt ergänzende Qualitäten – vertrauensvolle Gelassenheit und konsequente Zielstrebigkeit. Weil wir ein tiefes Vertrauen in den inneren Bauplan des Kindes haben, bieten wir kein Lernen im Gleichschritt. Das darf aber nicht mit Gleichgültigkeit verwechselt werden. Wir nehmen Bildung zutiefst ernst und unsere Schule ist ein Ort der Leistung. Deshalb erwarten wir von unseren Schüler*innen, dass sie Vereinbarungen verlässlich einhalten und ihre Ziele aktiv verfolgen. Damit wir diese Balance halten können, braucht es eine lebendige Erziehungspartnerschaft zwischen Elternhaus und Schule – getragen von der Bereitschaft, gemeinsam in diese neue Haltung hineinzuwachsen. 

Individuelle Förderung
Was sie bedeutet – und was sie nicht ist 

Unser Ansatz der individuellen Förderung zielt auf nachhaltiges Wachstum ab und ergibt sich bei uns aus der sorgsam vorbereiteten Umgebung. Wir gestalten die Lernräume und Materialien so vielfältig, dass alle Schülerin*innen die Möglichkeit haben, den für sich besten Lernweg zu gehen. Unsere Lernbegleiter*innen geben dabei genau so viel Orientierung, dass die Schüler*innen Aufgaben zunehmend eigenständig bewältigen können. Sobald die Sicherheit wächst, bauen sie das helfende Gerüst behutsam wieder ab. Um hier falschen Erwartungen entgegen zu wirken und Enttäuschungen zu vermeiden, grenzen wir uns jedoch klar von einer dauerhaften 1:1- Betreuung oder einer bequemen Konsumhaltung ohne Verbindlichkeit ab. Individuelle Wege bedeuten keineswegs ein Rundum-Sorglos-Paket, sondern erfordern von den Kindern und Jugendlichen die Bereitschaft zu Eigenanstrengung und Verlässlichkeit.  

„Hilf mir, es selbst zu tun. Zeige mir, wie es geht. Tu es nicht für mich. Ich kann und will es allein tun. Hab Geduld, meine Wege zu begreifen.“
Maria Montessori

Freiheit und Grenzen
Balance zwischen Individualität & Gemeinschaft   

Freiheit ist für uns das Fundament einer gesunden persönlichen Entwicklung, bedeutet jedoch keinesfalls dass jeder einfach tun und lassen kann, was er will. Reine Willkür führt nicht zu Reife, sondern zu Chaos. Wahre Freiheit endet für uns genau dort, wo die Bedürfnisse und die Sicherheit der Gemeinschaft beginnen. Um ein friedliches Zusammenleben und gelingendes Lernen zu ermöglichen, setzen wir im Schulalltag auf klare Regeln, Strukturen und verlässliche Grenzen. Freiheit und Disziplin sind für uns keine Gegensätze, sondern zwei Seiten derselben Medaille, die wir- auch von uns selbst- konsequent einfordern. Nur innerhalb dieses schützenden Rahmens finden die Kinder und Jugendlichen den sicheren Halt, den sie für ihre freie Entfaltung brauchen.  

Der Gründungsweg
Vertrauen und Mut auf dem Weg zu unserer Schule 

Die Gründung unserer neuen Schule ist ein großes Abenteuer und ein tiefgreifender Prozess, der Mut und Zuversicht erfordert. Während wir behördliche, pädagogische und unternehmerische Auflagen Schritt für Schritt strukturiert abarbeiten, hängen Meilensteine wie die Gebäudesuche oder die Teamzusammenstellung auch von äußeren Faktoren ab. Uns ist diese ehrliche Transparenz wichtig, denn nicht jede Dynamik lässt sich von uns zu einhundert Prozent steuern. Eine Schulgründung ist ein Kraftakt, der von Zuversicht getragen wird. Nur wenn die Gründungsgemeinschaft zusammensteht, alle am Ball bleiben und fest daran glauben, dass wir zusammen diese Schule eröffnen werden, strahlen wir die Energie aus, die es für den Erfolg braucht.

„Dem Kind Freiheit zu geben, bedeutet nicht, es sich selbst zu überlassen.“
Maria Montessori

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